PRESSE

 

NWZ 16.12.2014
Konzert
Menschliche Wärme und Forschergeist

Nina Tichman begeistert mit Bachs Goldberg-Variationen in der Warflether
Kirche
Von Horst Hollmann

Warfleth
Du gehst nie zweimal in den gleichen Garten. Sagt der Gärtner. Du spielst in der Musik nie eine Wiederholung gleich. Sagt der Musiker. Jeder Mikrokosmos verändert sich in jedem Augenblick.

Wenn Nina Tichman die feine „Aria" in Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen" als Thema vorstellt, dann wirkt sie natürlich völlig anders bei ihrer Wiederkehr 30 Variatios, Canones und Fugettas
später zum Ausklang.

70 Minuten liegen bei der Pianistin zwischen der Erscheinung der Melodie im Charakter einer Sarabande mit der für die Variationen maßgeblichen Basslinie und ihrem finalen Da Capo. Nach allen Bewegungen, Aufbrüchen, Begeisterungen, Bedenklichkeiten oder Erschütterungen, die Bach ihr zumutet, begreifen die Zuhörer in der voll besetzten Konzertkirche in Warfleth die Wiederkehr als Bilanz und Wandel eines ganzen Lebens. Folglich pulsiert bei der in Köln wirkenden Amerikanerin menschlicher Forschergeist und menschliche Wärme durch alle Herausforderungen des größten Variationswerks.

Die Pianistin weicht dafür nichts auf. Sie nimmt das Tempo durchaus zügig, nie aber gehetzt. Sie kann, siehe die verschrobene Trillervariation 28, auch mal ruppig zulangen. Die intellektuelle Klarheit schiebt sie dafür nie beiseite. Ungefähres liebt sie nicht. Auch die schnellsten Läufe stichelt sie exakt, weite Bögen lässt sie nie
in Pedalnebel abtauchen.

Die Formen sind bei Tichman streng modelliert. Jede Variation baut ein heimeliges oder prunkvolles Gebäude auf, manchmal auch einen Andachtsraum. Ja, der Bau wölbt sich in der kleinen Kirche wie zu einer Kathedrale. Aber die Künstlerin stellt keine Einzelgehöfte in die Landschaft. Sie verbindet alles zu einem städtischen Kern für das Miteinanderleben.

Die im Barock üblichen Wiederholungen werden sonst nicht immer ausgeführt. Tichman eröffnet gerade mit den Da Capos individuelle Blickwinkel auf ihre Bauten, mal ins Innere, mal auf Schnörkel der Fassade, mal darüber hinaus in die Weite. Ihre filigranen Abweichungen haben Methode, sie tarieren das Große Ganze aus und erweitern es. Gerade die Formenstrenge und der Formenreichtum rahmen weite Ländereien der Gefühle ein...

aix_piano | Eröffnungskonzert mit Nina Tichman
Klaviermusik mit hohem Gänsehautfaktor (von Pierre Pavot)
Die Konkurrenz war enorm: Nacht der Offenen Kirchen, Fußballländerspiel. Und dennoch war der Konzertsaal der Musikhochschule in Aachen gut gefüllt als die amerikanische Pianistin Nina Tichman mit einem anspruchsvollen Programm die neue Konzertreihe aix_piano eröffnete. Begrüßt wurde das Publikum zunächst von Michael Rische, dem künstlerischen Leiter der Reihe, die sich zum Ziel gesetzt hat mit 3 Klavierabenden pro Saison zwei etablierte Pianisten und einen Nachwuchskünstler aus den Reihen der Musikhochschule zu präsentieren. Auch Nina Tichman richtete das Wort an das Publikum, in dem sie die Zusammenstellung des Programms kurz erläuterte. Warum die Gegenüberstellung von Elliot Carter (1908-2012) und Franz Schubert? Mit der Piano Sonata des Amerikaners ist Nina Tichman quasi aufgewachsen, da ihre Mutter bei Elliot Carter studiert hatte, und sie dieses Stück dadurch lieben und schätzen lernte. Und Franz Schubert – so bekennt sie freimütig – sein nun mal ihr Lieblingskomponist.
Im ersten Teil nun also die ambitionierte Piano Sonate, die sehr klar in der amerikanischen Tradition eines Charles Ives und Aron Copland wurzelt. Dabei stellt sie enorme technische und musikalische Anforderungen an den Interpreten, die Nina Tichman souverän meisterte. In jedem Ton war die tiefe Verbundenheit zu spüren, auch wenn das zweisätzige Werk trotz seiner Jazz-Anklänge nicht unbedingt als eingängig zu bezeichnen ist. Neben der technischen Perfektion berührte Tichmans emotionale Identifikation mit dem Werk.
Die Ausführung der späten A-dur Sonate (D.959) von Franz Schubert nach der Pause kam dann einer Sternstunde mit hohen Gänsehautfaktor gleich. Insbesondere der langsame Satz mit seinem Blick in den Abgrund im von Schubert als wilde Phantasie gestalteten Mittelteil ließ einen erschaudern. Fast gallig wirkte da das leichtgewichtige Scherzo im Anschluss. Und erst mit dem ausladenden Finale führte Nina Tichman diese gewichtige Sonate zu einem glänzenden, dabei völlig unsentimentalen Ende.
Eine vielversprechendere Eröffnung hätte man sich für die neue Konzertreihe nicht wünschen können, die im April und Juni 2014 mit Klavierabenden von Florian Noack und dem kanadischen Ausnahmepianisten Marc-André Harmelin vorgesetzt wird.

XYRION TRIO PLAYS BEETHOVEN

The distinguished trio on this new release take a big and bold approach, the pianist, Nina Tichman, certainly holding the centre ground around which everything revolves. Her nimble fingers are well able to cope with the generally urgent tempos employed, particularly in the second movement scherzo. I then much enjoy the subtle colours of the strings in the slow movement, and a finale that is full of joy.

         David Denton David's Review Corner, March 2013

Certainly, the performances of the first two works on this disc (Kakadu Variations and Archduke Trio), to my ears, compare very favorably to the legendary Thibaud-Cortot-Casals trio, which is saying much. As I had already praised Kliegel for her extraordinary richness of tone and superb technique, and Tichman for her pearl-like accompaniments on piano, this leaves only Ida Bieler as the one musician in the group I hadn’t previously heard. She too has a wonderful combination of elegance and energy, making this perhaps one of the two or three finest piano trios working today.
        Lynn René Bayley Fanfare, July 2013

Warmes Spiel gegen die Winterkälte

…die in Köln lebende Pianistin Nina Tichman ließ die Kälte schnell vergessen.  Ihr Programm bestand überwiegend aus weniger bekannten, raffiniert zusammengestellten Werken bekannter Komponisten.

Ausdrucksstarkes Spiel
Mozarts selten gespielte Klavierwerke im Bach-Stil, das Suiten-Fragment KV 399 und die späte Gigue machten den Anfang…Tichmans Stärke war das gesangliche Spiel. Da klang alles weich, ausdrucksstark, mit schöner Betonung der Einzelstimmen, zwar voller Kraft, aber ohne jede Kraftmeierei.
Dieser Stil machte auch den Charme der Chopinschen Mazurken aus, jener farbigen Miniaturen, die oft unterschätzt werden, aber für den Exil-Polen doch Teil eines nationalen und musikalischen Bekenntnisses waren.  Dieser Block klang federleicht und doch bisweilen schwermütig.
Johannes Brahms´Walzer Opus 39 schwankte immer zwischen nord-deutscher Schwere und Wiener Leichtigkeit.  Eine große Bandbreite musikalischer Stimmungen umfasst der Walzer-Zyklus. Und bei aller Abwechslung ließ Tichman den Zyklus-Gedanken durchschimmern…
Technisch souverän
Zum Abschluss dann ein imposanter Kraftakt: Schumanns Symphonische Etüden Opus 13 sind ein hochvirtuoser Variationszyklus.  Dieses schwere Werk fast symphonischen Ausmaßes hatte Tichman in solcher technischen Souveränität zu bieten, dass der musikalische Ausdruck, der in diesem Stück wahre romantische Gefühlswelten durchmisst, immer im Mittelpunkt stand.
        Kölner Stadt Anzeiger 28.02.2013


Über Nina Tichmans Klavierabend im exklusiven Festival „Raritäten der Klaviermusik“ schrieb die Presse:
 
Tichman hat sie für Schumanns Klavierstücke op. 32 feine Zeichenstifte parat - vor allem für die dezent staccatierte Romanze und die elegische Fughetta. Samuel Feinbergs scheinbar skrjabinnahe, bei näherem Hinhören durchaus eigenständige einsätzige 2. Sonate op. 2 findet an Tichmans sicherer Hand ohne Probleme den weiten Weg nach a-Moll. In drei Sea Pieces Edward McDowells zeigt die Pianistin Klangfreude und bringt Elliott Carters einleuchtend konstruierte Sonate (1945/82) mit ihren Oktav-Stützpfeilern und fein integrierten Oberton-Liegebändern fesselnd zum Sprechen und Leuchten. Bravo!
(Michael Struck)
 
  Kieler Nachrichten    20. August 2009

Die Amerikanerin Nina Tichman überzeugte durch die unbestechliche Klarheit ihres Spiels, gab darüber hinaus einem unbekannten, aus barocken Formen kapriziös ausbrechenden Suitenfragment von Mozart klangliche Wärme und deckte erstaunliche Parallelen zwischen der skrjabinesk aus der Tonalität herausstrebenden 2. Sonate (1915) von Samuel Feinberg und der in ähnlich flüchtigen Formen zum Serialismus führenden „Sonata“ (1945/46) von Elliott Carter auf.
(Isabel Herzfeld)
  nmz 16.09.2009
 

  FEUER UND GEFÜHL

Nina Tichmans Klavierabend in Bad Bergzabern (26.9. 2008)

Wenn Musiker einen Abend ausschließlich mit den liebsten ihrer Lieblingsstücke gestalten, geben sie zugleich einen Einblick in ihre eigene Seele. Nina Tichman, die den Internationalen Klavierherbst 2008 in Bad Bergzabern mit ihren Lieblingsstücken eröffnete, verfügt demnach über eine temperamentvolle, aber auch einfühlsame Persönlichkeit.

Denn die von ihr ausgewählten Komponisten liegen zwar zeitlich eng beieinander —Haydn, Beethoven und Schubert waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts sogar Zeitgenossen, wenn auch unterschiedlichen Alters — aber die Pianistin unterstrich in ihrer Interpretation meisterhaft die Unterschiede in deren Stil und Charakter.

Haydns D-Dur-Sonate aus den sogenannten „Englischen Sonaten" flog unter Nina Tichmans Händen vorüber wie ein Gedankenblitz. Sie wählte, ganz stilgerecht, ein leichtes helles Klangbild mit trockener Artikulation und setzte markante Akzente. Klar strukturiert in der Phrasierung, voller Elan und Spielfreude musiziert, ergab die kurze Sonate einen idealen Auftakt für ein gehaltvolles Konzert.

In Schuberts große G-Dur-Sonate tauchte Nina Tichman geradezu ein. Sie verlieh diesem zutiefst romantischen Stück ein ganz anderes Klangbild als dem Haydn. Ruhig und volltönend intonierte sie das erste Thema des fantasieartigen Kopfsatzes.

Kantabel, voller Empfindung, gab die Pianistin das zweite Thema. Schuberts raffiniertem Spiel mit diesen drei Themen im Kopfsatz entsprach ihre fantasievolle, fein differenzierte Wiedergabe. Besonders reizvoll wirkten die locker hingezauberten Figurationen im Diskant. Dem nur scheinbar schlicht wirkenden Andante verlieh Nina Tichman einen besinnlichen Charme. Feurig, mit prägnanter Rhythmik, trieb sie dem Menuetto jeden .Anklang an eine vergangene Zeit aus. Das Trio nahm in ihrer Interpretation geradezu überirdisch ätherische Züge an. Faszinierend leuchtete sie den Finalsatz aus. Sie brachte eine wunderbare Fülle musikalischer Einfälle ins Spiel und verlieh jeder Modulation eine eigene Atmosphäre.

In Beethovens c-Moll-Sonate op. 111 hatte Nina Tichmans Wiedergabe des Maestoso-Einleitung des Kopfsatzes gebührenden Ernst, wobei sie jeder Wiederholung eine neue Facette abgewann. Ein wahres Tastenfeuerwerk mit schön herausgearbeiteten poetischen Momenten machte die Pianistin aus dem kontrastreichen Kopfsatz.

Den zweiten Satz, Arietta, entwickelte sie zunächst choralartig getragen, dabei von raffinierter Klangbalance. Nina Tichman legte einen bezaubernd verträumten Ausdruck über ihre Linienführung. Auch in den gekonnt angelegten Steigerungen wahrte sie bei allem mitreißenden Schwung ein transparentes Klangbild. In ihrer Interpretation der c-Moll-Sonate unterstrich sie die unbedingte Kompromisslosigkeit in Beethovens Musik.

Auf die beseelte Schubert-Wiedergabe und den expressiven Beethoven noch eine passende Zugabe folgen zu lassen war gar nicht so einfach. Nina Tichman entschied sich für Bach, so zusagen für Ruhe nach dem Sturm, wobei sie auch der Sarabande aus der Partita in D sehr persönlicheZüge verlieh (nl)


12.01.2008

Ein über jeden Zweifel erhabener Instinkt

Die bezwingende Interpretation haben den Charakter des vollkommen Persönlichen

Nina Tichmans Gastspiel am Donnerstag im Kronenzen­trum erwies sich als einer der seltenen Glücksfälle, in de­nen Werken der Musiklitera­tur, Dank einer überlegten wie überlegenen Lesart, ein größtmöglicher musikali­scher Tiefgang abgewonnen wurde.

BIETIGHEIM-BISSINGEN • Für ihr denkwürdiges Rezital hatte die als Solistin und Kammermusikerin weltweit gefeierte Pianistin Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy seiner Schwester Fanny Hensel und Franz Schubert ausgewählt.

Auf den ersten Blick ein unspekta­kuläres Programm trotz in jeder Hin­sicht anspruchsvollster Pianistik. Dafür war es ein in höchstem Maße sowohl das Gefühl als auch den In­tellekt ansprechender Klavier­abend. Dabei präsentierte sich Nina Tichman mit einer faszinieren­den Mischung aus Leidenschaft und analytischer Beherrschtheit als eine großartige Gestalterin mit be­rührenden poetischen Qualitäten. Um es vorweg zu nehmen: Ihr im­pulsives und doch federleichtes, nachdenkliches und gleichzeitig er­frischendes, ihr abwechslungsrei­ches und feingliedriges Spiel war ein Ereignis. Jedem mit Bedacht mo­delliertem Ton, jeder sorgfältig ge­stalteten Phrase sowie jedem sensi­bel und spannungsvoll ausgearbei­tetem Gesamtwerk wohnte der Cha­rakter des ganz und gar Persönli­chen inne.

Absolute Kontrolle über jeden einzelnen Ton sprach schon aus Tichmans Wiedergabe von fünf „Lie­dern ohne Worte" von Felix Men­delssohn-Bartholdy. Zwischen der süßen Wehmut des „Veneziani­schen Gondellieds", der unbe­schwert perlenden Geläufigkeit des „Spinnerlieds" und dem aufbegeh­renden Drängen des „Jägerlieds" klang selbst die kleinste Tonfolge nie beiläufig. Trotzdem wirkte ihre Herangehensweise weniger minu­tiös durchgeplant als vielmehr spon­tan.

Romantische Behaglichkeit und eruptive Momente wurden darin als sich gegenseitig bedingende Ele­mente hörbar. Die beeindruckend herausgearbeiteten Stimmungen - ­und das soll der einzige Kritikpunkt des Abends bleiben - drohten je­doch in den Stücken op. 38/2 und op. 19/5 sowie den sich anschließen­den drei „Liedern ohne Worte" op. 6 von Fanny Hensel in einer übermä­ßigen Pedalisierung gelegentlich un­terzugehen. Auch in der Wieder­gabe dieser Kompositionen der Mendelssohn-Schwester ließ die Pianistin einfach die Musik in einer differenzierten Klangrede fernab ei­nes plakativen Gefühlsüber­schwangs für sich sprechen. Dies ist nicht der Ort, um die tatsächliche Autorenschaft der Mendelssohn­schen und Henselschen Werke zu klären. Doch die Stücke Fanny Hen­sels kamen ungleich schwelgeri­scher, dramatischer und mit einem weitaus farbigeren Klaviersatz da­her; seine oft überraschenden har­monischen, melodischen und rhyth­mischen Finessen wurden von Nina Tichman mit einem großen Reper­toire artikulatorischer und dynami­scher Gestaltungsmerkmale nuan­ciert herausgearbeitet.

Dieses Vermögen, gepaart mit ei­ner phänomenalen Anschlagskul­tur, kam auch den streng gearbeite­ten „Variations serieuses" op. 54 zu­gute - dem 1841 entstandenen pia­nistischen Meisterwerk Mendels­sohns. Bar jeglicher virtuoser Selbst­darstellung reizte Tichman die klanglichen und technischen Varia­tionsmöglichkeiten des choralähnli­chen Themas gekonnt aus.

Und dann Schuberts grandiose und jedes Zeitgefühl außer Kraft set­zende „Fantasie-Sonate" G-Dur D 894 op. 78 aus dem Jahr 1826: Tich­mans jede Phrase antizipierende und jedem Ton nachhörende Inter­pretation offenbarte einen über je­den Zweifel erhabenen musikali­schen Instinkt mit einem besonde­ren Gespür für einen fast schon be­klemmenden Spannungsaufbau in­nerhalb der vielgestaltigen The­men- und Melodiegestalten aller vier Sätze. Mit welchem Ordnungs­sinn sie Licht und Schatten vortreff­lich dosierte, sorgsam über frühro­mantischen Gefühlsreichtum und emotionale Abgründe verteilte, wie sie die Ecken und Kanten des Kla­viersatzes nicht kaschierte, sondern wie unter einem Vergrößerungsglas vorführte und all dies in eine großar­tig gestaltete Form von überwälti­gender Geschlossenheit und elektri­sierender Ausdrucksintensität über­führte - das hatte höchstes Format. Komponist Robert Schumann nannte dieses Werk die „vollkom­menste Schubert-Sonate". Vollen­det auch die Sichtweise von Nina Tichman, deren vierzigminütige Schubert-Deutung noch lange nach­klang.

Christof Jetzschke

„Bietigheimer Zeitung“ vom 12.01.2008, Nr. 10

Bestechend die Ausgewogenheit zwischen kerniger Kraft, spielerischer Eleganz und Empfindungstiefe.
Musical America (New York)

Ihren besonderen Rang (Debussy Etudes) verdankt die Interpretaion vor allem der Tatsache, daß Nina Tichman alles mechanisch-Klavieristische weit hinter sich läßt und statt dessen die bald verhaltene, bald eruptive Expressivität des Werkes in den Vordergrund rückt.
Neue Züricher Zeitung

Ricordiamo ancora con meraviglia una sua stupenda, superlativa interpretazione di una sonata die Schubert, la perfezzione raggiunta, sia sul piano strumentistico che su quello espressivo, nelle opera die Debussy e Bartok.
L’Adige (Bozen)

Die zwingende Selbstverständlichkeit des Vortrages, ganz im Dienste der Musik, die großbogige Gestaltung, die geformte Musikalität dieser Pianistin übertrugen sich auf das Publikum, das gebannt zuhörte und lange lebhaften Beifall mit Bravorufen gab. Ein hinreißend schöner Mozart.
Süddeutsche Zeitung

An intensely dramatic performer, with warmth, musicality and understanding.
Washington Star

Beaucoup d’autoritè, parfois discréte, parfois marquante. Elegance de style, souplesse de jeu, technique brillante et solide, modelé sonore étudié, interpretation personelle, distinction!
Brussel, Le Soir

Nina Tichman stellte in ihrer Interpretation von Rachmaninovs Rhapsodie über in Thema von Paganini nicht nur den Höhepunkt des Abends sondern die Kulmination pianistischer Kunst überhaupt dar.
Wiesbadener Kurier

Poetry and virtuosity in perfect balance ...
London Times

Der Klavierabend von Nina Tichman war bedeutsam aufregend und darf als klavieristischer Höhepunkt der Frankfurt Feste angesehen werden.
Frankfurter Rundschau